Sonnenuhren kann jeder selbst machen, so kompliziert muss sie ja nicht sein – Foto: © Thomas Max Müller / PIXELIO

Früher, als es noch keine mechanischen und schon gar keine elektrischen Uhren gab, da hat man sich nach der Sonne gerichtet. Die Uhrzeit konnte so auch abgelesen werden, wenn man die Uhren damals auch noch nicht ums Handgelenk tragen konnte. Heute hat keiner mehr eine Sonnenuhr – warum auch? Aber vielleicht haben Sie Lust, mal eine zu basteln und damit einen richtigen Hingucker im eigenen Garten zu schaffen.

Und so geht´s: Stecken Sie einen Holzstab senkrecht in die Erde und markieren Sie um 12 Uhr mittags an der Stelle, wo der Schatten auf die Erde trifft, einen Punkt. Das ist die 12. Um 13 Uhr machen Sie das Gleiche, ebenso um 14 Uhr usw. Am anderen Tag müssen Sie dann nur noch die Uhrzeiten des Morgens und des Vormittags bestimmen und schon haben Sie die passende Einteilung. Wenn Sie möchten, können Sie die Sonnenuhr nun noch mit Pflanzen, Steinen oder anderen Accessoires verzieren. Vielleicht nehmen Sie anstatt des Holzstabes auch einen schönen Metallstab – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Heute tut man sich leicht, heute weiß man, wann es 12 Uhr ist. Früher war das nicht der Fall. Damals musste man mit Berechnungen, Strecken, Winkeln und was weiß ich noch alles, den Stand der Sonne zur entsprechenden Tageszeit bestimmen und konnte dann aufgrund dieser Berechnungen eine Sonnenuhr bauen. Heute ist es einfach eine nette Idee für den Garten, die ganz bestimmt ankommt. Ach ja, funktioniert nur, wenn die Sonne scheint und nicht in der Nacht. Nur so als dezenter Hinweis, nicht dass Sie glauben, die Sonnenuhr sei kaputt. Und noch was: Wenn im Laufe der Zeit die Zeit die Sonnenuhr nachgeht, dann ist das ganz normal. Das kommt daher, dass sich erstens die Erde in einer Ellipse um die Sonne dreht, zweitens die Erdachse nicht gerade ist und drittens dass eine Erdumdrehung niemals einen ganzen Tag dauert.