Holzfenster sind ein zweischneidiges Schwert: Einerseits stehen sie für gesundes Wohnen, energetisches Bauen und ein gemütliches, stilvolles Ambiente – andererseits gelten sie als extrem wartungsintensiv. Das Für und Wider des Einbaus von Holzfenstern sowie die besten Tipps, um diesem Material gerecht zu werden, sollen Thema in diesem Ratgeber sein.

Das spricht für den Einbau von Holzfenstern

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Abbildung 1: Zu Häusern in klassischer Holzbauweise gehören letztlich auch Holzfenster.

 

Der Bundesverband ProHolzfenster e.V. spricht sich nicht ohne Grund für den vermehrten Einbau von Holzfenstern aus, sondern hat auch entsprechendes Infomaterial veröffentlicht, aus dem diese Haupt-Argumente für den Einbau von Holzfenstern hervorgehen:

  • Auf Holzfenster zu setzen heißt auch, auf mittelständisches Gewerbe zu setzen.
  • Das gute Wohnklima wirkt sich positiv auf den menschlichen Kreislauf aus.
  • Holz bindet CO2 und ist dementsprechend gut für das Klima.
  • Holz ist der klassische Baustoff einer nachhaltigen Wertschöpfung (vom Forst bis zur Verbrennung).
  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff.
  • Holzfenster sind hochwertiger, edler und lassen mehr Raum für individuelle Gestaltungswünsche.
  • Wer mit und auf Holz baut, kann Energiekosten senken.

Allerdings gibt es mit Blick auf eine transparente Darstellung der Vor- und Nachteile auch Negatives, was bei Holzfenster zu Buche schlägt. Dazu zählen der höhere Anschaffungspreis und der intensivere Pflegeaufwand, damit auch Holzfenster auf eine Lebensdauer von an die 40 Jahre kommen können.

So pflegen Eigentümer Holzfenster richtig

Grundsätzlich wird empfohlen, Holzfenster regelmäßig alle paar Jahre abzuschleifen und neu zu streichen. Wie genau der Turnus aussehen muss, ist vom Holz und von den Witterungsbedingungen abhängig. Auch zeigt sich, dass Fenster auf der Wetterseite eines Hauses häufiger renoviert werden müssen, als auf der gegenüberliegenden Seite.

Holzfenster zeigen dem aufmerksamen Beobachter sogar an, wenn es Zeit fürs Putzen und Pflegen ist. Grundsätzlich schreit das, was Grau wirkt, nach Pflege. Da nicht in jedem Jahr eine Komplett-Renovierung der Fenster nötig wird, reicht ein Einlassen der Holzrahmen mit Holzöl oder einer Pflegemilch. Auch bietet diese Behandlung einen weiteren Vorteil: Sie zieht dort ein, wo das Holz es braucht und spart ganz natürlich die Bereiche aus, die noch lackiert sind. In aller Regel teilen die Holzfenster-Hersteller beim Einbau direkt mit, auf was es bei der regelmäßigen Pflege ankommt, um gegebenenfalls sogar die Pflege- und Renovierungsintervalle optimieren zu können.

Wenn all die Pflege nichts mehr nützt und ein neuer Anstrich nötig wird, sollten Heimwerker diesen Streichtipps folgen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen:

  • Lackschäden müssen abgeschliffen und abgebeizt werden. Fallen dabei Risse auf, müssen diese vor dem Anstrich mit Holzkitt ausgefüllt werden.
  • Im zweiten Schritt werden die Dichtungen kontrolliert. Sind diese bereits spröde, werden sie vor dem Anstrich entfernt.
  • Je nach Holz, Farbe und Fenster wird eine Grundierung als Grundlage für den neuen Anstrich empfohlen.

 

Abbildung 1: pixabay.com © Antranias (CC0 Public Domain)