Blumenzwiebeln für Frühjahrsblüher kommen jetzt in die Erde – Foto: © Harald Richter / PIXELIO

Ja, ich gebe es ja zu, die Überschrift ist etwas irreführend, denn natürlich kommen aus normalen Haushaltszwiebeln keine Blumen hervor. Aber dafür aus Blumenzwiebeln – und genau die sind hier gemeint. Blumenzwiebeln sind Frühlingsboten. Dazu zählen Tulpen, Krokusse, Narzissen, Osterglocken und auch Hyazinthen. Wenn schon ab März die ersten Blüten ihre Köpfe vorwitzig aus dem Boden stecken und dem noch tristen Garten erste Farbtupfer geben sollen, dann ist jetzt Zeit, die Zwiebeln in den Boden zu bringen. Möglich ist das bis in den November hinein, sollte jedoch nicht zu spät passieren, da die Zwiebeln noch vor dem Frost Triebe bilden sollen.

Wenn Sie alles richtig gemacht haben, dann können Sie sich auf den Frühling freuen. Am besten kommen diese Frühjahrsblüher an, wenn man sie in Gruppen pflanzt. Dabei macht es nichts aus, wenn sie eng beieinander liegen, auch das Pflanzen in Körbchen ist möglich, so kann man besonders kompakte Blumenarrangements herstellen.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Oft ist zu lesen, dass man Blumenzwiebeln nach der Blüte bis zum Herbst wieder ausgraben soll. Das aber ist nicht notwendig und es ist auch nicht nachgewiesen, dass es den Zwiebeln etwas ausmacht, wenn sie im Boden bleiben. Ich lasse sie schon jahrelang im Boden und sie kommen Jahr für Jahr noch üppiger. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann das natürlich tun. Durch das Ausgraben kann man Krankheiten vorbeugen, weil man die Zwiebeln kontrollieren kann. Verbleiben Sie in der Erde, dann können sie Kräfte sammeln und sich gleichzeitig vermehren. Wer die Zwiebeln ausgräbt, der sollte darauf achten, dass er sie beim Lagern trocken und kühl stellt und auf keinen Fall übereinander stapelt, das fördert die Schimmelbildung. Am besten nebeneinander in Sand oder in Holzkisten luftig lagern – oder eben im Boden lassen. Sie werden sehen, dass das genauso funktioniert.